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Djwhal Khul: Der letzte Atemzug

von Djwhal Khul durch Catherine Weser, 28.05.2020
Übersetzung: Gerhard Hübgen


Das Tutorium von Djwhal Khul alias One Life für Juni 2020.


Wenn wir nach dem letzten Atemzug gefragt werden, würden wir sagen, dass der Atem die Aufnahme und Abgabe von Energie im physischen Leben ist. Der Atem repräsentiert die duale Welt - der Welt der Gegensätze. Die Welt der Dualität ist die dreidimensionale Erfahrung, einen Körper zu haben, und der Atem ist die unbewusste Erinnerung daran, dass es für alles, was sich in eine Richtung zu bewegen scheint, etwas gibt, das sich in eine andere Richtung zu bewegen scheint. Es ist die ständige Oszillation des Flusses - Einatmen und Ausatmen -, die wir während unserer gesamten physischen Existenz erfahren, und zum Zeitpunkt des letzten Atemzugs gibt es ein tieferes Erkennen und Wissen, fast ein Erinnern, dass alles e i n Leben ist. Ein vollständiges Loslassen aller Gegensätze, aller Trennung, von allem, was auf der einen oder anderen Seite zu sein scheint, und ein vollständiges Umarmen von allem.

Das eine Leben war tatsächlich während der gesamten Erfahrung eures physischen Lebens und eurer relativen Präsenz auf dem Planeten als Alles Was Ist präsent. Mit dem letzten Atemzug werden alle Gegensätze, alle Trennungen, alle Spaltungen, Paradoxien und Widersprüche als zu einer Einheit vereinigt erkannt, die jenseits aller Beschreibung liegt. Wir könnten sagen, dass ihr in einen Zustand reinen Bewusstseins eintretet, doch selbst diese Beschreibung erklärt nicht vollständig, dass es keine Gegensätze, keine Dualität, keinen Konflikt gibt. Im letzten Atemzug ist alles ein einheitliches Feld, Ein Leben.

Wenn du den Punkt erreichst, an dem du deinen letzten Atemzug nimmst, mit einem wie auch immer gearteten Bewusstsein, wirst du wissen, dass du an der Schwelle zu einem tiefgreifenden Erwachen stehst, zu, was du dir vielleicht nur vorgestellt hast. Der Tod kann, wie das Eine Leben, nur angedeutet, auf ihn hingewiesen, vielleicht ein wenig umständlich beschrieben werden. Was du mit dem letzten Atemzug betrittst, ist ein Leben ohne Tod, das gleichzeitig ein Tod ohne Leben ist. Er ist jenseits aller Worte, etwas Unbekanntes, etwas Unwissbares, und doch etwas, das man die ganze Ewigkeit hindurch auf irgendeine Weise verstanden hat.

Der letzte Atemzug bietet dir schließlich die Gelegenheit, alles und jedes zu erleben, ohne Analyse, ohne Meinung, ohne Kommentar, ohne irgendetwas, das du vorher in irgendeiner Weise hättest identifizieren oder benennen können. Wenn das Gerüst der Erfahrung ins Wanken gerät, findet die große Öffnung statt. Die Konstrukte, die von der Ebbe und Flut des Atems abhängen, lösen sich auf. Eine großartige Gelegenheit ist es, beim letzten Atemzug zu erkennen, dass es nichts gibt, das etwas ist 1.

Der Atem ist die tiefgreifendste Art und Weise, wie wir bewusst und unbewusst die Vorstellung von Innen und Außen verstärken. Er verankert das Konzept der Zeit und der linearen Bewegung. Das ist ganz natürlich und ein normales Verständnis des Lebens. Dein ganzes Leben lang hast du auf deinen Atem vertraut, darauf vertraut, dass am Ende des Ausatmens ein neues Einatmen folgen würde. Der Atem hilft dir, in einem tiefen Zustand des Vertrauens zu leben und zu glauben, dass du nichts erzwingen musst, dass das Leben sich entfaltet. Du hast Vertrauen in deinen nächsten Atemzug im Leben, und aus diesem Wissen heraus ist es leicht, Vertrauen in den letzten Atemzug zu haben, dass alles, was ohne Atem kommt, genauso natürlich sein wird, genauso furchtlos sich entfaltet, wie der Atem im Leben war.

Wenn du geboren wirst, atmest du zum ersten Mal ein, wenn du stirbst, atmest du zum letzten Mal aus. Es ist alles zeitlos, und es gibt eine Nahtlosigkeit zwischen dem letzten Ausatmen und dem nächsten Einatmen im nächsten Leben. Ihr müsst euch keine Gedanken über euren Atem machen, er ist einfach natürlich, er ist, was ist. Er ist das Bewusstsein, das Eine Leben, er ist du.

Wir sind einfach hier, um euch zu helfen, zu verstehen, dass alles so sein wird, wie es sein muss, dass ihr auf die Großartigkeit von Leben und Tod, auf das Ein- und Ausatmen und auf Alles Was Ist vertrauen könnt. Es ist alles einfach nur Ein Leben. Ein Leben ohne Trennung, Ein Leben in allen Lebenszeiten. Ein Leben, Ein Atemzug, scheinbar der erste und der letzte.

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1 AdÜ: engl.: there is no thing that is some thing.


Zum Original: The Last Breath


Zum Sterben hat auch Jan J. Kassl etwas veröffentlicht: Das Sterben und der Tod




an den Übersetzer

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